Decaf – eine koffeinreduzierte Alternative für Kaffeeliebhaber

Entkoffeinierter Kaffee – auch Decaf genannt – ist die ideale Alternative für alle, die das Aroma und den Geschmack von Kaffee genießen, aber ihren Koffeinkonsum reduzieren möchten. Entscheidend für die Qualität ist dabei das Entkoffeinierungs-Verfahren: Schonende Methoden wie das CO₂- oder das Schweizer-Wasser-Verfahren erhalten die Aromen, während chemische Verfahren Rückstände hinterlassen und den Geschmack beeinträchtigen können.

Gründe, auf entkoffeinierten Kaffee umzusteigen, gibt es viele:

  • Schlafprobleme nach dem Kaffee am Abend
  • Bluthochdruck oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Unangenehme körperliche Symptome nach Koffein
  • Ein empfindlicher Magen, der auf Säure reagiert
  • Schwangerschaft und/oder Stillzeit

Dennoch gilt es, darauf zu achten, wie die Kaffeebohnen entkoffeiniert wurden, denn die verschiedenen Verfahren beeinflussen die Qualität der Bohnen unterschiedlich stark.

Wie werden Kaffeebohnen entkoffeiniert?

Decaf ist nicht gleich Decaf, denn um die Kaffeebohnen zu entkoffeinieren, können verschiedene Verfahren angewendet werden. Meistens handelt es sich dabei um das Kohlenstoffdioxid-Verfahren, das Schweizer-Wasser-Verfahren oder chemische Verfahren.

Wie die einzelnen Verfahren genau funktionieren und was das für Deine Kaufentscheidung bedeuten kann, erfährst Du jetzt.

Kohlenstoffdioxid-Verfahren / CO₂-Verfahren

Bei diesem Verfahren werden die Kaffeebohnen zuerst in Wasser eingeweicht, bis sie aufquellen und ihre Poren öffnen. Anschließend dringt das CO₂ unter hohem Druck und bei einer Temperatur von rund 31 °C durch die Kaffeebohnen. Dabei befindet sich das CO₂ in einem sogenannten superkritischen Zustand, der den Vorteil hat, dass hauptsächlich das Koffein extrahiert wird und andere chemische Bestandteile wie Aromastoffe erhalten bleiben. Zum Schluss wird das CO₂-haltige Koffein in einen separaten Behälter geleitet, in dem Koffein und CO₂ voneinander getrennt werden. So kann das CO₂ immer wieder erneut eingesetzt werden.

Vorteile:

  • Aromen bleiben erhalten
  • Keine chemischen Rückstände
  • Hohe Geschmacksqualität

Schweizer-Wasser-Verfahren / Swiss Water Process

Bei diesem natürlichen Verfahren mit Schweizer Ursprung wird auf Chemikalien verzichtet. Die ungerösteten Kaffeebohnen werden zunächst in warmem Wasser eingeweicht, wodurch sowohl Koffein als auch Aromen herausgelöst werden. Gleichzeitig wird ein Kaffeeextrakt erzeugt, in welchem Koffein und Aromen voneinander getrennt werden. Der extrahierte Teil mit den Aromen ist wichtig für den Folgeschritt: Die nächste Charge an Kaffeebohnen, die in diesem Extrakt eingeweicht wird, verliert nicht ihre Aromen, sondern lediglich das Koffein.

Das ist zwar keine Osmose, die hierbei stattfindet – aber durchaus osmotisch inspiriert. Denn die Aromen-Konzentration im Extrakt ist so hoch, dass sie ein weiteres Austreten von Aromen aus den aufgequollenen Kaffeebohnen verhindert. Koffein ist im Extrakt jedoch nicht vorhanden – dank des Konzentrationsgefälles kann das Koffein also aus den Kaffeebohnen austreten und sich dem Extrakt beimengen. Später muss das Koffein wieder aus dem Extrakt entfernt werden. Das geschieht mit einem speziellen Aktivkohlefilter, durch den das Wasser geleitet wird. Das „aromatisierte Wasser“ wird im Anschluss für die nächsten Bohnen verwendet, wodurch ein Kreislauf entsteht, der die Aromen erhält.

Vorteile:

  • 100 % chemiefrei
  • Natürliches Verfahren
  • Für Bio-Kaffee geeignet

Chemische Verfahren

Hier werden die Kaffeebohnen mit Wasser vorbehandelt und anschließend mit Lösungsmitteln wie Dichlormethan oder Ethylacetat verarbeitet, die das Koffein herauslösen. Kurz gesagt: Das Koffein wird chemisch gelöst und im Anschluss durch Dampf entfernt.

Dieses Verfahren ist besonders günstig und mit wenig Aufwand verbunden. Allerdings werden meist chemische Rückstände in den Bohnen nachgewiesen und die Aromen verlieren an Intensität.

Vorteil: günstig sowie schnell und effizient.
Nachteil: meist nicht rückstandsfrei, und der Geschmack kann stärker beeinflusst werden.

Decaf-Verfahren im Vergleich

Verfahren Vorteile Geschmacksqualität
Kohlenstoffdioxid-Verfahren / CO₂-Verfahren Aromen bleiben erhalten; keine chemischen Rückstände; hohe Geschmacksqualität; CO₂ wiederverwendbar Sehr aromatisch
Schweizer-Wasser-Verfahren / Swiss Water Process 100 % chemiefrei; natürliches Verfahren; für Bio-Kaffee geeignet; ressourcenschonender Kreislauf Natürlich & mild
Chemische Verfahren Günstig; schnelles und effizientes Verfahren Weniger aromatisch

Achtung: Koffeinfrei und entkoffeiniert sind nicht das Gleiche

Entkoffeinierte oder Decaf-Bohnen enthalten Restkoffein. Nach den Entkoffeinierungsverfahren bleibt in diesen Kaffeebohnen weniger als 0,1 % Koffein zurück. Genau aus diesem Grund ist „koffeinfrei“ keine passende Bezeichnung.

Gibt es koffeinfreien Kaffee?

Kurz und schmerzlos: Die Herstellung von koffeinfreiem Kaffee, also Kaffeebohnen mit 0 % Koffein, ist bisher nicht möglich. Es gibt durchaus koffeinfreie Alternativen wie zum Beispiel Getreidekaffee – allerdings handelt es sich dabei nicht um echten Kaffee aus Kaffeebohnen.

Caffè Decaffeinato – Entkoffeinierte Kaffeebohnen von Espresso Perfetto

Unsere entkoffeinierten Kaffeebohnen sind in Bio-Qualität, was bedeutet, dass für die Koffeinextraktion kein chemisches Verfahren angewandt wurde. Der Caffè Decaffeinato unserer Eigenmarke Espresso Perfetto ist ein Blend aus 90 % Arabica- und 10 % Robustabohnen, die ausschließlich aus biologischem und fairem Anbau in Zentralamerika und Südasien stammen. Die mittelstarke Röstung überzeugt mit vollem Aroma und ist ideal für alle Kaffeeliebhaber, die ihren Koffeinkonsum reduzieren und dennoch nicht auf einen intensiven Kaffeegenuss verzichten möchten.

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