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Der perfekte Mahlgrad –so gelingt er!

Stell dir vor, du öffnest eine Packung frisch gerösteter Kaffeebohnen. Der Duft allein weckt deine Sinne und lässt dich den Tag mit einem Lächeln beginnen. Du kannst es kaum erwarten, diesen Kaffee zu probieren. Aber halt! Bevor du die Bohnen in die Mühle gibst, gibt es eine wichtige Sache zu beachten – den Mahlgrad. Du fragst dich vielleicht, wie etwas so Einfaches wie die Größe des Kaffeepulvers einen so großen Einfluss auf den Geschmack haben kann. Aber tatsächlich ist es eine Wissenschaft für sich. Zu fein oder zu grob gemahlen, und dein sorgfältig zubereiteter Kaffee kann schnell von einer Freude zu einer Enttäuschung werden. In diesem Blogbeitrag tauchen wir daher tief in die Kunst des Kaffeemahlens ein. Wir verraten dir, warum der Mahlgrad so wichtig ist und geben dir Tipps und Tricks, wie das Mahlgrad-einstellen perfekt gelingt. Also, schnapp dir deine Tasse Kaffee und los geht’s!

Mahlgrad – Was ist das?

Für Kaffeeliebhaber gibt es ein wichtiges Detail, das oft übersehen wird: der Mahlgrad. Aber was meinen wir genau mit “Mahlgrad”? Es handelt sich um die Feinheit oder Grobheit, mit der Kaffeebohnen gemahlen werden. Die Beschaffenheit deines Kaffeepulvers bestimmt dabei direkt, wie das Wasser mit dem Kaffee wechselwirkt und durch das Pulver fließt. Dies wiederum beeinflusst unmittelbar den Geschmack, das Aroma und die Stärke deines Kaffees. Es ist sehr wichtig zu verstehen, warum wir Kaffee immer frisch mahlen sollten. Gemahlener Kaffee verliert sehr schnell seine wertvollen Aromen an die Umwelt, innerhalb von nur 15 Minuten gehen tatsächlich etwa 60% seiner Aromen verloren. Daher ist es empfehlenswert, Kaffeebohnen erst direkt vor der Zubereitung zu mahlen, um sicherzustellen, dass sie ihr volles Aroma entfalten können.

Und was passiert eigentlich beim Mahlen von Kaffeebohnen? Einfach gesagt, die Oberfläche der Kaffeebohne wird vergrößert. Je feiner die Bohnen gemahlen sind, desto größer ist die Oberfläche, die dem heißen Wasser ausgesetzt ist. Dies ermöglicht eine leichtere und schnellere Extraktion der Substanzen aus dem Kaffee, was ideal für die Zubereitung von Espresso ist, wo die Kontaktzeit von Wasser und Kaffeemehl eher kurz sein sollte. Im Gegensatz dazu hat grob gemahlenes Kaffeemehl eine vergleichsweise geringe Oberfläche. Dies bedeutet, dass die Aromen nur langsam aus den Kaffeebohnen gelöst werden. Daher sollte die Kontaktzeit von Wasser und Kaffeemehl länger sein, wie zum Beispiel bei der Zubereitung von Kaffee mit der French Press.

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Warum der richtige Mahlgrad wichtig für guten Kaffee ist?

Die Zubereitung des perfekten Kaffees ist eine Kunst, die von vielen Faktoren abhängt. Einer davon ist der Mahlgrad des Kaffees, den du auf deiner Kaffeemühle von sehr fein (1) bis sehr grob (10) einstellen kannst. Der Mahlgrad beeinflusst dabei nicht nur das Verhältnis von Kaffee zu Wasser, auch bekannt als Brew Ratio, sondern auch die Extraktionszeit und die Qualität deines Kaffees.  Vielleicht denkst du, dass je mehr Aromen wir aus den Kaffeebohnen extrahieren, desto besser wird der Kaffee schmecken. Aber tatsächlich empfiehlt die Specialty Coffee Association (SCA), dass nur 18% bis 22% der über 1000 Aromen für das beste Geschmackserlebnis extrahiert werden sollten. Es ist sogar unmöglich, mehr als 30% der Aromen zu extrahieren. Diese Erkenntnisse führen uns zurück zur Bedeutung des Mahlgrades. Denn die Extraktionszeit – wie lange das Wasser mit dem Kaffee in Kontakt ist – hängt direkt vom Mahlgrad ab. Die Kontrolle über den Mahlgrad ermöglicht es dir, den idealen Anteil an Aromen freizusetzen und damit den wahren Genuss deines Kaffees zu entfalten. So schließt sich der Kreis: Vom Mahlgrad über die Extraktion bis hin zum perfekten Kaffeegenuss.

Was passiert bei einem falschen Mahlgrad?

Ein perfekter Kaffee erfordert mehr als nur eine Tasse und etwas kochendes Wasser. Es ist ein meisterhafter Balanceakt, der auf dem richtigen Mahlgrad beruht. Aber was passiert, wenn das Gleichgewicht gestört wird?

Wenn dein Kaffee zu fein gemahlen und zu lange gebrüht wird, betreten wir das bittere Land der Überextraktion. Hier werden über 22% der Aromen aus den Kaffeebohnen extrahiert, was zu einem unangenehmen Geschmack führt, da auch die bitteren Bestandteile “gewonnen” werden. Ein typisches Beispiel ist die Verwendung einer French Press mit feinem Mahlgrad und langer Ziehzeit. Andererseits kann ein zu grober Mahlgrad und eine zu kurze Brühzeit zur Unterextraktion führen. In diesem Fall werden weniger als 18% der Aromen aus den Kaffeebohnen freigesetzt, was zu einem flachen und wässrigen Geschmack führt. Ein typischer Fall wäre die Verwendung einer Siebträgermaschine mit grobem Mahlgrad.

Jetzt fragst du dich vielleicht: Gibt es eine goldene Regel für den Mahlgrad? Tatsächlich gibt es eine! Je feiner der Mahlgrad, desto kürzer sollte die Kontaktzeit des Kaffeepulvers mit dem Wasser sein und umgekehrt. Aber wie bei jeder Regel gibt es Ausnahmen, also experimentiere ruhig ein bisschen!

Das Wichtigste ist viel mehr, deinen Kaffee frisch zu mahlen. Nicht nur schmeckt frisch gemahlener Kaffee besser, du kannst auch den Mahlgrad für deine spezifische Zubereitungsmethode anpassen.

Mit der richtigen Kaffeemühle zum idealen Mahlgrad

Der perfekte Kaffee beginnt mit dem perfekten Mahlgrad – und der Schlüssel zu einem guten Brühergebnis ist eine gleichmäßige Mahlung. Wenn dein gemahlener Kaffee allerdings eine Mischung aus größeren und kleineren Partikeln enthält, auch als “Boulders” und “Fines” bezeichnet, werden diese auch unterschiedlich schnell extrahiert. Während die größeren Partikel unterextrahieren, werden die kleineren überextrahieren, was letztlich zu unvorhersehbaren Extraktionsraten führen kann und den Geschmack deines Kaffees beeinträchtigt. Die zu kleinen Partikel rufen nämlich eine starke Bitternote hervor und die zu großen Partikel sorgen für einen sauren Geschmack. Daher ist es wichtig, eine qualitativ hochwertige Kaffeemühle zu haben, die hilft, dieses Problem zu minimieren.  Dabei gibt es verschiedene Arten von Kaffeemühlen auf dem Markt: Kegelmahlwerke (conical grinderts), Scheibenmahlwerke (flat burr grinders) und Klingenmahlwerke (blade grinders). Klingenmahlwerke zerkleinern den Kaffee jedoch eher und erzeugen eine sehr uneinheitliche Partikelgröße. Für einen optimalen Geschmack sind demnach vor allem (elektrische) Kaffeemühlen mit Kegel- oder Scheibenmahlwerk empfehlenswert. Diese Mühlen zerkleinern die Bohnen zwischen zwei Scheiben oder einem Kegel und der Mühlenwand, was zu einer gleichmäßigeren Mahlung führt. Eine erstklassige elektrische Kaffeemühle für Home Baristas ist z.B. die ECM S Automatik 64.

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Je nachdem, wie du deinen Kaffee zubereitest, benötigst du dabei unterschiedliche Mahlgradeinstellungen:

Feiner Mahlgrad (ähnlich wie Mehl)

Ein feiner Mahlgrad ist ideal für die Nutzung von Siebträgermaschinen und sollte bei Espresso verwendet werden, da hier das Wasser unter hohem Druck durch das Kaffeepulver gepresst wird und so das volle Aroma des Espressos freigesetzt werden kann.

Mittlerer Mahlgrad (ähnlich wie feiner Zucker bis Sand)

Ein mittlerer Mahlgrad wird für Methoden empfohlen, bei denen das Wasser länger mit dem Kaffee in Kontakt bleibt. Dies gilt zum Beispiel für das Handfiltern mittels Pour Over Methode, Filterkaffeemaschinen, die Aeropress und Espressokocher.

Grober Mahlgrad (ähnlich wie grobes Meersalz)

Ein grober Mahlgrad eignet sich am besten für die sogenannten Full Immersion Methoden, bei denen das Kaffeepulver nicht nur längere Zeit im Wasser verbleibt, sondern vollständig mit dem Wasser vermischt wird. Dazu zählen die French Press, Cold Brew und Siphon-Brauverfahren.

Wodurch kann der Mahlgrad beeinflusst werden?

In der Welt des Kaffees beeinflussen viele Faktoren den idealen Mahlgrad der Bohnen, und das Finden des perfekten Gleichgewichts kann eine Herausforderung sein.
Hier sind einige Schlüsselfaktoren, die beim Finetuning des Mahlgrades berücksichtigt werden sollten:


01

Die Kaffeesorte: Unterschiedliche Kaffeesorten haben unterschiedliche Eigenschaften, und diese können beeinflussen, wie fein oder grob sie gemahlen werden sollten. Zum Beispiel schmecken bestimmte Sorten am besten als dunkle Espressoröstung, was bedeutet, dass sie eher fein gemahlen werden sollten.


02

Der Röstgrad: Der Röstgrad hängt eng mit der Kaffeesorte zusammen. Ein Kaffee mit wenig Säure, wie unser fair-gehandelte Bio-Kaffee wird mit einer mittelstarken Röstung geröstet. Diese längere Röstung reduziert dabei die Bitterstoffe und erhöht die Säure, aber da der Fairtrade Kaffee von Natur aus wenig Säure hat, ist das Resultat ein perfekt ausgeglichener Kaffee. Der ideale Mahlgrad für diesen Kaffee wäre mittel bis grob.


03

Die Extraktionsdauer der Zubereitungsart: Die Dauer der Extraktion spielt auch eine Rolle bei der Bestimmung des richtigen Mahlgrades. Ein grober Mahlgrad führt zu weniger gelösten Bitterstoffen, Koffein und Aromen, was bei einer längeren Extraktionsdauer wünschenswert ist. Bei feinem Pulver lösen sich diese Elemente jedoch schneller, was bei kürzeren Extraktionszeiten ideal ist.

Bei einer Siebträgermaschine solltest du den Mahlgrad z.B. so anpassen, dass du dich bei der Extraktion zwischen 25 und 30 Sekunden befindest.


04

Der Druck: Beim Tampen, also wenn du das Kaffeepulver in den Siebträger drückst, solltest du nicht zu viel Druck ausüben, aber auch nicht zu wenig – ein Druck von 15 bis 20 kg ist genau richtig. Denk daran: Je feiner das Pulver und je fester es in den Siebträger gepresst wurde, desto langsamer fließt das Wasser durch. Du willst nämlich “Channeling” vermeiden – das sind kleine Kanäle im Pulver, durch die das Wasser schießt. Das kann deinem Kaffee geschmacklich echt schaden. Und pass auf, dass du nach dem Tampen nicht mit dem Tamper an den Siebträger klopfst. Das könnte den Filterkuchen brechen und das Wasser würde bevorzugt durch diesen Riss fließen. Der Rest des Kaffees wird dann nicht richtig extrahiert – und das willst du definitiv umgehen.


05

Luftfeuchtigkeit: Die Luftfeuchtigkeit kann auch den Mahlgrad beeinflussen. Wenn die Luftfeuchtigkeit steigt, sollte man grober mahlen, und wenn sie sinkt, sollte man feiner mahlen.


Der Prozess der Suche nach dem perfekten Mahlgrad kann zunächst überwältigend erscheinen, aber mit Zeit, Geduld und Experimentierfreude wird es möglich, den optimalen Geschmack aus jeder Kaffeebohne herauszuholen!

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Zusätzliche Einflussfaktoren auf den Mahlgrad

Obwohl die Art der Kaffeezubereitung und die Kaffeesorte oft als Hauptdeterminanten für den Mahlgrad angeführt werden, gibt es noch andere Parameter, die eine Rolle spielen können. Zum Beispiel kann die Härte des verwendeten Wassers den Geschmack und das Aroma des Kaffees beeinflussen, was wiederum die Wahl des Mahlgrads beeinflusst. Aber das wichtigste Element in dieser Gleichung ist dein persönlicher Geschmack. Die empfohlenen Einstellungen für den Mahlgrad sind nur allgemeine Richtlinien und können je nach deinen individuellen Vorlieben variieren. Vielleicht ziehst du einen starken, robusten Kaffee vor, der am besten mit einem feineren Mahlgrad erzielt wird. Oder vielleicht bevorzugst du einen sanfteren, subtileren Geschmack, der durch einen gröberen Mahlgrad erreicht wird. Es lohnt sich daher, ein wenig zu experimentieren und den Mahlgrad an deinen persönlichen Geschmack anzupassen. So kannst du sicherstellen, dass du den perfekten Kaffee erhältst, der genau deinen Vorstellungen entspricht.

Mit Espresso Perfetto zum perfekten Espresso

Wir wären nicht Espresso Perfetto, wenn wir dir nicht dabei helfen würden, den absolut perfekten Espresso zuzubereiten. Deshalb haben wir ein paar unverzichtbare Tipps für dich zusammengestellt, um den idealen Mahlgrad zu finden:

  • Mit Bedacht vorgehen: Verändere den Mahlgrad deiner Kaffeemühle immer nur stufenweise. Selbst kleine Anpassungen können einen großen Unterschied machen!
  • Geduldig beobachten: Der perfekte Espresso fließt sanft und gleichmäßig in die Tasse. Achte auf die Farbveränderungen während des Bezugs - von dunkelbraun über haselnussbraun bis hin zu einem hellen Blondton.
  • Die Crema ist der Star: Eine schöne, mittelbraune Crema, die auch nach einigen Minuten noch sichtbar ist, zeigt dir, dass du den Mahlgrad richtig eingestellt hast.

Feinschliff für Feinschmecker: Der optimale Mahlgrad für unvergleichlichen Kaffee-Genuss

Die Magie des perfekten Kaffees beginnt beim richtigen Mahlgrad. Er bewahrt dich vor wässrigem oder bitterem Kaffee und verhindert Über- oder Unterextrahierung. Vor allem aber ermöglicht er es, dass sich alle Aromen vollständig entfalten können und dein Kaffee geschmacklich auf ein neues Level gehoben wird. Wenn du weitere Fragen hast oder mehr Informationen benötigst, zögere bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir bei Espresso Perfetto sind immer bereit, dir bei deinen Kaffeebedürfnissen zu helfen.

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